Background
 

Bergwanderer und Tourengänger

 

Plötzlich auftretende Wetteränderungen stellen erhöhte Anforderungen an Bergwanderer und Tourengänger.

 

Bei schlechtem Wetter ist für Berggänger doppelte Vorsicht geboten. Die Unfallgefahr häuft sich, und eine rasche Bergung ist gerade bei solchen Wetterbedingungen nicht möglich, so dass ein Tourengänger unter Umständen lange auf Hilfe von aussen warten muss. Wer sich seriös auf eine Bergtour vorbereitet und weiss, wie er sich in einem Gewitter, plötzlich auftretendem Nebel oder starkem Wind verhalten soll, kann die Gefahr eines Unfalls verringern.

 

Unwettertipps

Hagel

Situation und Gefahr

Bei Hagel kann selbst ein guter Weg in kurzer Zeit rutschig und schwer begehbar werden.

 

Massnahmen

  • Planen Sie Ihre Tour bei unsicherem Wetter vorsichtig

Starkniederschlag

Situation und Gefahr

Bei starkem Niederschlag kann selbst ein guter Weg in kurzer Zeit rutschig und schwer begehbar werden. Durch das rasche Anschwellen von Flüssen und Bächen kann das Überqueren unmöglich werden, zudem herrscht Ertrinkungsgefahr im Fall eines Sturzes.

 

Massnahmen

  • Planen Sie Ihre Tour bei unsicherem Wetter vorsichtig

Gewitter

Situation und Gefahr

Gewitter können sich sehr rasch bilden. Am häufigsten treten sie im Sommer auf.

Zählen Sie die Sekunden zwischen Blitz und dem nachfolgenden Donner und teilen Sie die Anzahl durch 3. Das Resultat ist die Entfernung zwischen Ihnen und dem Gewitter in Kilometer.

 

Massnahmen

  • Entfernen Sie sich von exponierten Lagen wie Gipfeln, Kuppen, Grate, steilen Grashängen, Klettersteigen
  • Halten Sie sich fern von Bächen, Waldrändern und einzelnen Bäumen und exponierten Geländeerhebungen
  • Meiden Sie die Nähe von Masten und Drahtseilen
  • Halten Sie Ausrüstungs- und andere Gegenstände aus Metall nicht in Körpernähe
  • Suchen Sie Schutz in einem Gebäude – keinem offenen Unterstand –, in einer Mulde oder im Sicherheitsdreieck einer Felswand (Wandhöhe mit gleicher Distanz am Boden – halten Sie dabei einen Mindestabstand zur Wand von 1 Meter)
  • Gehen Sie in die Hockestellung (aber nicht absitzen) oder setzen Sie sich mit angezogenen Beinen auf den trockenen Rucksack oder ein trockenes Seil

Schnee & Lawinengefahr

Situation und Gefahr

Die meisten Lawinenopfer lösen ihre Lawine selbst aus. Ausführliche Informationen über dieses Thema finden Sie beim Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos.

 

Massnahmen

  • Informieren Sie sich immer vor einer Tour im aktuellen Lawinenbulletin über die Lawinengefahr
  • Unternehmen Sie nie eine Tour alleine
  • Fahren Sie nur bei guter Sicht
  • Meiden Sie frische Triebschneeansammlungen und extreme Steilhänge
  • „Wumm“-Geräusche, frische Schneebrettlawinen und Risse in der Schneedecke sind Zeichen von erhöhter Lawinengefahr
  • Tragen Sie ein (auf „Senden“ geschaltetes) Lawinenverschütteten-Suchgerät (LSV), eine Lawinenschaufel und eine Lawinensonde auf sich

Frost & Kaltlufteinbruch

Situation und Gefahr

Bei Frost oder einem Kaltlufteinbruch können einzelne Stellen im Gelände und Wasserläufe vereisen; Wege können schwer passierbar und Schneefelder unpassierbar werden.

 

Massnahmen

  • Planen Sie Touren ohne Absturzgefahr
  • Vermeiden Sie Touren mit möglichen Schneefeldern

Nebel

Situation und Gefahr

Nebel kann selbst bei schönem Sommerwetter innert kurzer Zeit lokal entstehen und die Orientierung erschweren. Als Folge der ausgeschiedenen Feuchtigkeit wird Fels glitschig. Befinden sich die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, kann sich eine dünne Eisschicht bilden.

 

Massnahmen

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Kenntnisse im Umgang mit den Orientierungsmitteln (Karte, Kompass, Höhenmesser, GPS) gut sind, da sie Ihre Sicherheit im Nebel erhöhen
  • Bleiben Sie in Rufweite zu den anderen Personen in Ihrer Gruppe, falls Sie nicht allein unterwegs sind

Wind & Föhn

Situation und Gefahr

Föhn ist eine im Alpenraum bekannte Luftströmung. Ihr böiger Charakter kann dazu führen, dass an exponierten Stellen die Trittfestigkeit beeinträchtigt ist und die Temperatur in der Höhe als kühler empfunden wird, als sie tatsächlich ist. Typisch für diese Wetterlage sind zudem trockene Luft und ein grosser Temperaturunterschied zwischen Tal und Gipfel.

 

Massnahmen

  • Meiden Sie windexponierte Wege, Kuppen, Grate und Gipfel mit Absturzgefahr
  • Tragen Sie warme Bekleidung (Windjacke, Pullover, Mütze, Handschuhe), um sich vor einer Unterkühlung zu schützen
  • Meteodaten von
  • SF Meteo
  • Eine kostenlose Dienstleistung von
  • Kantonale Gebäudeversicherungen
  • Helvetia
  • Meteodaten von
  • SF Meteo
  • Eine kostenlose Dienstleistung von
  • Kantonale Gebäudeversicherungen
  • Helvetia